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Wahrnehmungen

Die Wahrnehmung der Umwelt unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht. Der Hund nimmt seine Umwelt aus seiner Sicht wahr, wir die unsere aus unserer Sicht.

In vielen Punkten ist es uns nicht möglich zu verstehen, was gerade in unserem Hund vorgeht. Wir können z. B. nicht ergründen welche Informationen er durch einen Geruch bekommt den er vom Boden aufnimmt oder der ihm durch einen Windzug zugetragen wird. Wir können auch nicht nachvollziehen, was er gerade hört, da das Gehör des Hundes wesentlich mehr wahrnimmt als unsere Ohren, auch das Geschmacksempfinden ist anders.

Das ein Hund schlechter sieht als wir und keine Farben unterscheiden kann ist ein altes Vorurteil. Er mag das Rot oder Grün anders wahrnehmen als wir, aber er nimmt unterschiedliche Farben wahr. Ich weiß von Hunden die sich vor Männern mit breitkrempigen schwarzen Hüten fürchten, der gleiche Hut in einer anderen Farbe bereitet ihnen weitaus weniger oder gar keinen Streß.

Ein Windhund, also Sichtjäger, hat unglaublich gute Augen. Meine Galga sieht selbst auf große Distanz sich bewegende Tiere im Gras die ich niemals sehen würde.

Immer wieder steht in einschlägigen Fachbüchern geschrieben Hunde hätten kein Langzeitgedächtnis. Auch das stimmt nicht. Selbst Hunde die mich nur kurz kannten, haben mich auch Jahre später eindeutig wieder erkannt.

Es ist wichtig, dies zu verstehen wenn man einem Angsthund helfen möchte.

Diese Unterschiede machen es oftmals recht schwierig für uns zu verstehen, warum ein Hund sich plötzlich so vollkommen anders verhält. Der Hund hat in einer, für ihn Schocksituation, dieses Erlebnis mit etwas verknüpft das wir nicht nachvollziehen können. Plötzlich stört ihn das Geräusch vorbeifahrender Autos, der Klang einer Glocke, der Schritt eines Menschen, die sich auf ihn zu bewegende Hand; vielleicht knurrt er auch plötzlich Reiter oder Jogger an. Er möchte nicht mehr aus seinem alten Freßnapf fressen oder trinkt Wasser plötzlich nur noch aus Pfützen und verweigert den Wassernapf zuhause.

Nun liegt es an uns zu verstehen, was unser Hund uns damit sagen möchte. Ihn zu verstehen und ihn aus seiner Not und Angst herauszuführen - ihm die nötige Sicherheit an unserer Seite zu geben.  

B. Schollbach
b.schollbach@angsthunde.de