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Nachdenkliches - warum habe ich diesen Hund ?

Wo immer sich Probleme in der Mensch- Hundbeziehung auftun sollte man versuchen zu verstehen, was man an diesem Problem lernen kann. Das ganze Leben ist ein Lernprozeß und wir kommen nicht umhin genau hinzusehen, um zu verstehen und zu lernen, sonst leben wir am Leben vorbei. Das gilt für unsere zwischenmenschlichen Beziehungen ebenso wie für die Beziehung unseres Hundes zu uns. Wenn in der Beziehung zu ihrem Hund Probleme auftauchen,  sollten Sie also ganz genau hinsehen und sich fragen: was will mir mein Hund damit sagen, wo liegt das Problem. Das beinhaltet natürlich, daß sie ehrlich sich selbst gegenüber sein müssen. Jedes Problem ist, richtig betrachtet, eine Chance des Lebens etwas besser machen zu können. Ein Problem ist ein Fingerzeig, der uns auf etwas aufmerksam machen soll was wir lernen dürfen. So betrachtet, ist jedes Problem der Anfang zu Fortschritt und Wachstum in ins selbst. Unsere Hunde sind jederzeit bereit uns auf unsere Probleme aufmerksam zu machen, indem sie einfach auf das reagieren was wir ihnen vorleben. 

Im Gegensatz zu uns Menschen sind Hunde immer ehrlich!

Diesen Satz meine ich genau so wie er geschrieben steht. Das bedeutet nicht, daß ich keine Menschen mag - im Gegenteil.

Im Gegensatz zu uns Menschen würde es einem Hund nie einfallen aus niederen Beweggründen zu lügen, zu betrügen, zu töten, nach Macht, Geld und Ruhm zu trachten. Um ein Beispeil zu nennen: Ein Hund mag einen oder mag einen nicht, das wird er ihnen, unmißverständlich, zu verstehen geben. Wenn er sie mag, zeigt er es sofort. Vielleicht weiß er noch nicht was er von ihnen halten soll, hält sich zuerst einmal von ihnen fern und durch ein paar freundliche Worte und ein Leckerchen können sie ihn von ihren friedlichen Absichten überzeugen. Mag ein Hund einen Menschen nicht, können sie ihn, auch mit allen Leckerchen der Welt, nicht vom Gegenteil überzeugen. Hunde haben sehr feine Sensoren wenn es um die Ausstrahlung von Menschen geht. Ich kenne meine Hunde sehr genau und wenn sie mir signalisieren einen bestimmten Menschen nicht zu mögen, dann schaue ich mir diesen Menschen ganz genau an.

Wenn ich z.B. einen meiner Pfleglinge vermittel, liegt es an dem Hund zu entscheiden, ob er in diese Familie möchte oder nicht.

Jack

Ich denke dabei an Jack. Ein hochintelligenter Rüde, den ich als Notfall aufgenommen hatte. Ein wirklich toller und völlig unkomplizierter Hund. Ich bekam den Anruf eines Interessenten und fuhr mit ihm zu der Familie, um mir die Leute anzusehen und ihnen Jack vorzustellen. Als ich in die Wohnung kam, begrüßte mich der "Herr des Hauses" im Wohnzimmer vom Sessel aus. Jack sah diesen Mann, stellte sich vor mich und knurrte ihn an. Das erste Mal in all den Wochen bei mir, daß ich ihn knurren hörte. Mich beschlich ebenfalls ein ungutes Gefühl beim Anblick dieses Menschen. Ich habe der Familie daraufhin mitgeteilt, daß ich ihnen den Hund nicht geben könne und sich die Vorkontrolle somit erledigt hätte - eine richtige Entscheidung, wie sich Jahre später, durch Zufall, herausstellen sollte. Die nächsten Interessenten für ihn begrüßte er sofort stürmisch und freudig so, als würden sie sich schon viele Jahre kennen. Dort ist er geblieben und bis heute ein rundum glücklicher, gelieberter, verstandener und zufriedener Hund.

Ich könnte noch viele solcher Geschichten schreiben. Oft waren es, dem Augenschein nach, nicht gerade die einfachen Hunde die bei mir untergekommen sind. Ob Beißvorfälle, Verlassensängste, Panik vor Menschen weil mißhandelt oder nicht sozialisiert. Sie alle hatten eins gemeinsam: sie waren unverstanden, ungeliebt, hatten keine Führsorge, keine sichere Führung erfahren dürfen. Hatten entweder gar nichts gelernt oder man hatte mit völlig überflüssiger Strenge versucht ihnen "einzuprügeln" was sie tun sollten. Sie alle sind heute glückliche und zufriedene Hunde an der Seite ihrer Menschen.

Fazit: es gibt immer einen Weg

 

B. Schollbach
b.schollbach@angsthunde.de